Auf dieser Seite haben Sie die Möglichkeit, Bilder oder Themen zu platzieren, zu denen Sie Fragen haben. Leser, welche diese Fragen beantworten können, melden sich bitte im Gästebuch und/oder antworten direkt an die Emailadresse des Fragestellenden.
Diese Fragen werden hier mit einer Kennziffer versehen. Beziehen Sie sich bei der Antwort auf diese Kennziffer.
Bilder und Themen schicken Sie unter Angabe Ihrer Frage bitte an den Webmaster
Unter Email + Anhang webmaster@saatzig.de
Sehr geehrter Herr Dorke,
vielen Dank für Ihre Bereitschaft, bei der Beantwortung einer mich bewegenden Frage
zu helfen.
Ihr Heimatkreis Saatzig war im Frühjahr 1945 Kampfgebiet. Mein Vater, Wolfgang Heinrich
Seiffert, hat dabei für sein Vaterland sein Leben gegeben. Er war seit Kriegsbeginn
Panzersoldat und hat als Leutnant und Zugführer einer Panzerjägereinheit ("Hetzer")
der Panzerjagdabteilung 5 (der Panzerjagdbrigade 104?) im Raum Reetz-Nantikow-Silberberg
erfolgreich gekämpft. Am 20.02.1945 ist er in Hassendorf (Zolwino) nach einem schweren
Artillerieüberfall der Roten Armee gefallen. "Am kommenden Tage betten wir seinen
Leib in der lehmigen Erde des kleinen Friedhofes in Gabbert zur ewigen Ruhe", so
schreibt ein Kamerad in sein Tagebuch, das ich jetzt von dessen Kindern ausleihen
konnte. Er schrieb auch, dass die Panzerjäger, deren Troß sich in Gabbert (heute
Jaworze) befand, dort vier Tage Ruhe gehabt hätten. Die Kompanie beschreibt den Bestattungsort
als "Ostausgang des Dorffriedhofs, 1. Reihe Soldatengräber, 16. Grab von links".
1976 haben wir den Friedhof besucht und fanden die Grabplatten (in der Erinnerung
vielleicht 40 x 25 cm), wenn auch lückenhaft, vor. Eine mögliche Beschriftung war
nicht mehr erkennbar. Kiefern wuchsen wild dazwischen. 2 gußeiserne Grabkreuze der
ehemaligen Dorfbewohner standen schief auf dem restlichen hügeligen Gelände des Friedhofs.
Als wir jetzt, am 07.10., den Friedhof wiedersahen, waren keine Platten mehr erkennbar.
Der Friedhof war vorwiegend mit Robinien bewachsen. Nur ein paar Granitsockel von
den Grabkreuzen, eine steinerne Grabeinfassung und Einfassungsreste waren zu sehen.
Jetzt meine Frage: Kennen Sie jemanden, der Bilder vom Friedhof besitzt, auf denen
die Soldatengräber erkennbar sind?
Die Informationen werden dann an den Volksbund weitergeleitet. Dieser weiss bisher
nicht, dass es in Gabbert Soldatengräber gibt.
Wünschen wir uns gemeinsam viel Erfolg!
Mit freundlichen Grüssen
Wolfgang Seiffert, Dresdener Str. 50, 02994 Bernsdorf, Tel.:035723/20797, Funk: 0173/2017060
Mail: wolfgang.seiffert@t-online.de