Copyright Heimatkreis_Saatzig_.de -

Copyright -
Kunow an der Straße
mit den Abbauten Grünhof, Gut Lindenberg, Neuhaus, Silberne Maräne,
Kunow-
Kunow an der Straße liegt sieben km westlich von Stargard am Madüsee. Es war Amtsdorf für Seefeld, Saarow, Lübow, Bruchhausen und Mulkenthin. Letzter Amtsvorsteher war Spiekermann (Seefeld), davor hatte Gutsbesitzer Gehrke (Lindenberg) dieses Amt inne. Die Einwohnerzahl von Kunow a. d. Straße stieg von 568 (Volkszählung 1910) auf 807 Einwohner im Jahr 1939, die in 226 Haushalten lebten. Letzter Bürgermeister war Heinrich Busse; davor Karl Zühlsdorf und Richard Jaecks. Als Amtsdorf hatte Kunow a. d. Straße ein eigenes Standesamt. Der nächstliegende Bahnhof stand im 4,7 km entfernten Seefeld.
Der Name Kunow an der Straße erklärt sich daraus, daß das Dorf an der alten Heerstraße
Pyritz -
Zur Gemeinde Kunow a. d. Straße gehören:
Abbau Grünhof: Eine Gutswirtschaft und landwirtschaftliche Siedlungen, sieben Einwohner
(1905); Aussiedlung nach 1918 mit Gehöften in der Größe von 1 -
Gut Lindenberg mit Ausbau Nix: Auf halber Strecke zwischen Kunow und Seefeld; das 364 ha große Gut hatte 59 Einwohner (1905). Besitzer war Julius Gehrke, Verwalter Herbert Neumann. 1939 wurden 23 Pferde, 156 Rinder und 1000 Schafe gehalten. Zum Gut gehörten eine eigene Kirche und eine Kalksandsteinfabrik. Außerdem gehörten zum Gut Lindenberg fünf Familienhäuser, in denen je zwei Familien der Gutsleute lebten.
Neuhaus: Eine große Landwirtschaft, Anni Mertineit, und mehrere Siedlungshäuser.
Silberne Maräne an der Reichsstraße Stettin-
Kunow-
Im Madüsee gab es die Silberne Maräne (seltener Fisch), der sonst nur in Ostpreußen
und in der Schweiz vorkam. Die Schule von Kunow a. d. Straße stand in der Mitte des
Dorfes. Der Lehrer war Herr Hasenbank. Die Schule in Kunow-

Jugendfeuerwehr vor der Schule in Kunow
Kunow a. d. Straße bildete ein eigenes Kirchspiel. Die Kirche war ein Findlingsbau
des späten Mittelalters mit einem rechteckigen Grundriss. Der Turm war abgesetzt,
vorwiegend ebenfalls aus Findlingen errichtet und mit sehr schmalen, rundbogigen
Blenden geschmückt. Der hölzerne Oberbau wird von einem schlanken, geschindelten
Helm überstiegen. Die innere Ausstattung stammt wie der äussere Umbau aus dem Anfang
des 18. Jahrhunderts und ist einheitlich durch ansprechende und wohlerhaltene Vergoldung
ausgezeichnet. In der Ostwand ist eine Nische ausgespart, mit einer schlichten Eichenholztür
geschlossen, deren Innenseite ein Tempera-
An Feldfrüchten wurden Kartoffeln, Gerste, Roggen und Hafer angebaut; auf den grösseren Höfen zusätzlich Zuckerrüben, Weizen, Wintergerste und Raps. Ca. 40 % der Anbaufläche bestand aus schweren Böden mit hohen Erträgen, ca. 40% guter Mittelboden mit guten bis sehr guten Erträgen und 20 % leichte Böden mit noch guten Erträgen, z. B. Kartoffeln für Stargard und Stettin. Aufgrund der sehr guten Bodenbeschaffenheit ist es nicht verwunderlich, daß der Gemeindehektarsatz mit 1000 RM weit über dem Durchschnitt des Kreises lag.