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Marienfließ

Etwa 1850 wurde die Chaussee Stargard - Freienwalde, 1859 die Eisenbahn Stettin - Stargard - Freienwalde - Stolp und 1894 die Saatziger Kleinbahn von Stargard - Trampke - Marienfließ - Nörenberg - Dramburg gebaut. Das war für die wirtschaftliche Erschließung des Kreisgebietes von großer Bedeutung. 1882 wurde der Gesangverein gegründet. 1892 entstand der neue Kirchturm, der 1938 eine neue Spitze bekam. Die Anlage zur Versorgung mit elektrischem Strom erfolgte 1910, ebenso die Inbetriebnahme der Strassenbeleuchtung. 1920 begann der Bau der Siedlung auf dem Schäferkamp.

1923 war das Gründungsjahr der Freiwilligen Feuerwehr. 1925 beging man die feierliche Einweihung des Kriegerdenkmals auf dem Brink. Das Dorf hatte 1939 1031 Einwohner. Durch die Aufwärtsentwicklung des Dorfes und durch die Tatsache, daß Marienfließ ein schönes Dorf war, durch eine bevorzugte Lage am See und in der Nähe von großen Waldungen und infolge der guten Versorgungsmöglichkeit durch die 53 Kaufmanns- und Handwerkerbetriebe, wurde es zu einem Zentrum der Bewohner der umliegenden Dörfer, zu einem beliebten Wohnort für Rentner und Pensionäre und auch zum Ziel vieler Besucher von nah und fern. Hinzu kommt noch, daß im Dorf, bei dessen Anlage von Anfang an große Sorgfalt beachtet worden war - es entwickelte sich von einem Angerdorf zu einem Straßendorf, ein verhältnismäßig reges Gemeinschaftsleben herrschte. Sport-, Reitfeste- und Veranstaltungen der Gutsbesitzer des Kreises fanden statt. Der Gesangverein wirkte bei Kirchenfesten mit. Die Sommerfeste des Gesangvereins in den Zarnikower Fichten, des Kriegervereins auf dem Galgenberg am See und das Kinderfest im Taubenwald gehören zu den schönsten Erinnerungen der Marienfließer. Unvergessen bleibt der Fackelzug am Abend vor dem Kinderfest mit Knabenkapelle und Blumenträgern.



Nonnenbach und Klosterkirche

Sidonia-Eiche seit 1620

Kirche mit Gestühl und Kanzel

Gesamtansicht, am See, Gefallenendenkmal - Ottfried Stapel

Strasse nach Büche